1.   Trainingslager in Schlagl/Raach                                                  Bericht


Von 30.03.2007 bis 31.03.2007 fand unser erstes gemeinsames Bogensporttrainingslager statt. Unserer Einladung waren 17 Schützen und Schützinnen des PSVNÖ und 3 Bogensportler des EKO Cobra gefolgt.

Als wir gegen 09:00 Uhr beim Bogensporthotel WESTERMAYER eintrafen, waren wir ziemlich überrascht, da noch einige Schneefelder sichtbar waren. Die Temperatur schwankte so um die 10 Grad plus und leichte Bewölkung verdeckte die Frühlingssonne. Also eine gute Ausgangsposition für unser Vorhaben.

Nach dem Frühstück erfolgte für die Neueinsteiger die Geräteausgabe. Der Besitzer des Sporthotels, Leopold TRÖGER hatte bereits Leihbögen und Material bereitgelegt. Die Aufteilung der Gruppen ergab sich zwangsweise nach den Bogenklassen. Die traditionellen Schützen mit ihren Langbögen, Jagdrecurves und Primitivbögen haben ja nicht unbedingt viel einzustellen und waren natürlich zuerst am Einschießplatz.

 

(Eduard Bauer, Gerhard Bauer, Fritz Stolzenberg und Franz Flescher

beim Einschießen v.l.n.r.)
 

Bei unseren Compoundschützen war da schon wesentlich mehr einzustellen und herumzuschrauben. Unser Trainer Willi hatte sich sofort um die Technik angenommen und war gleich mit dem Werkzeugkasten zur Stelle.

 

 

(Trainer Willi Weichselberger mit den Schützen Heli Alteneder,

Rudi Wukitsevits, Martin Bigl und Martin Fischer beim Compoundtuning)

 

Nach dem Einschießen und Grundlagentraining waren die Teilnehmer einfach nicht mehr zu halten. Alle wollten endlich auf den Parcours, die Jagdatmosphäre genießen. Leopold hatte den Parcours sehr jagdlich ausgerichtet und es standen uns insgesamt 30 3D-Tiere aus Kunststoff zur Verfügung. Wunderschöne bergauf und bergab Schüsse waren garantiert. Vor jeder Position stand ein Abschusspflock, der vom Schützen beim Schuss mit einem Körperteil berührt werden muss. Die Tiere waren natürlich so platziert, dass Bäume und Sträucher teilweise das Ziel verdeckten.

Daraus ergaben sich natürlich die abenteuerlichsten Verrenkungen, die man sich nur vorstellen konnte. Vom Spagat bis zur Halbgrätsche war alles dabei.

 

   

(Renate Leimhofer, Sonja Hermann und Franz Flescher  bei Scheibe 1)       (Rudi Wukitsevits beim Schuss auf den Keiler - Scheibe 21)

 

Die ersten Pfeile flogen in den Wald und die Geräusche waren äußerst beunruhigend.  Nicht oft war das gewohnte "Tock" zu hören, sondern oftmals "Krach" was einige Schützen mit verzerrtem Gesicht zur Kenntnis nehmen mussten. Auch Bäume wurden dadurch in Mitleidenschaft gezogen!

 

   

(Edi Bauer beim Bergen seines verschossenen Pfeils)                          (Pfeilsuche bei Scheibe 19)
 

Interessanter Weise steigerten sich die Teilnehmer von Position zu Position und es ging immer besser. Die Trefferlage verbesserte sich zusehends, was der Geldbörse der Schützen auch sichtlich gut getan hat. So mancher Teilnehmer hatte anfangs die Sorge, nach den ersten Tierfiguren Pfeile nachkaufen zu müssen. Das hat sich Gott sei Dank nicht bewahrheitet.

 

Die Geh bzw. Schießzeit für den gesamten Parcours betrug ca. 4 bis 5 Stunden. Die meiste Zeit verging mit der Suche nach verschossenen Pfeilen. Aber auch Pause muss sein. Leopold hatte für uns extra die kleine Almhütte mit Getränken aufgefüllt, damit wir uns stärken konnten.

 

  

(gemütliche Rast auf der Almhütte)
 

Gegen 17.00 Uhr sind wir müde und abgekämpft wieder im Bogensporthotel Westermayer angekommen.

 

Nach einem ausgiebigen Abendessen fand noch eine Nachbesprechung und eine Analyse der Trainingsergebnisse statt. Auch zwei Bogenbauer, Horst KOGLBAUER und Franz BERGER besuchten uns und stellten ihre neuen Langbögen vor. Leopold hatte uns auch einige Videofilme über Pfeil und Bogentuning überlassen. Nach den Filmen ging es ab ins Bett.

 

Am nächsten Morgen beim Frühstück waren schon einige Schützen zu hören, die über Muskelkater klagten, aber trotz allem war die Stimmung schon super.

 

Der zweite Tag begann mit Sonnenschein. Nach dem Einschießen und kleinen Fehlerkorrekturen ging es gleich wieder auf den Parcours.

Die Trefferergebnisse konnten sich sehen lassen. Viele Schützen haben von den Tipps und Tricks unseres Trainers Willi WEICHSELBERGER profitiert und konnten sich erheblich gegenüber dem Vortag steigern. Gerhard durfte einen neuen Langbogen-Prototypen ausprobieren, der ihm von Horst und Franz überlassen wurde.
 

    

(Gerhard Vodera mit dem Testbogen)                                                     (Eko - Compoundgruppe und Gerhard Kainzbauer bei Scheibe 14)
 

Der Parcours wurde diesmal unter 4 Stunden bewältigt, da weit weniger Zeit für die Suche der verschossenen Pfeile aufgewendet werden musste.

 

Etwas müde, aber sehr zufrieden trafen wir dann wieder in der Gaststube ein. Nach einem guten Essen verabschiedeten wir uns und traten wieder die Heimreise an.

 

Alles in Allem war es eine gelungene Veranstaltung. Danke auch an die Familie TRÖGER/WESTERMAYER, die uns mit Leihgeräten, Filmen und ausgezeichneter Verpflegung unterstützt hat.

 

 

 
 

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2.   Trainingslager in Schlagl/Raach                                                                          Bericht

 

Vom 17.06.2007 bis 18.06.2007 fand unser zweites gemeinsames Bogensporttrainingslager statt. Wir hatten uns entschieden, einen Jagd/Feldkurs zu besuchen. Schwerpunkt des Trainings war diesmal das richtige Beurteilen der Entfernungen. Unser Trainer Willi WEICHSELBERGER hatte für uns den sehr anspruchsvollen Jagd/Feld Parcours in Zwettl/Nö ausgesucht.

 

Am 17.06.2007, gegen 10.00 Uhr trafen sich 6 Schützen des LPSV NÖ sowie 2 Schützen des EKO Cobra beim FITA-Platz des BSC Zwettl um gemeinsam den Parcours in Angriff zu nehmen. Beim Eintreffen erwartete uns schon Wolf, ein Schützenkollege des Clubs, um uns einzuweisen. Nach kurzem Smalltalk begannen wir unsere Geräte einzuschießen.

 

 

(Heli Alteneder beim Einschießen auf 50 m)    (Franz Flescher beim Pfeiltest mit dem Mathews Drenalin)

 

Die Temperaturen stiegen mittlerweile schon auf 27 Grad, was angesichts der Bergstrecke, die wir noch zu bewältigen hatten, lange Gesichter hervorrief. Renate und Conni zogen es angesichts der Temperaturen und des Geländes vor, den Berg einfach Berg sein zu lassen und blieben am schattigen Fitaplatz zurück.

Gut versorgt mit kühlen Getränken brachte uns Willi zum Bergparcours. So wirklich wussten wir noch nicht, was uns auf dem 24 Scheiben Parcours erwartet.

 

Wir begannen bei Scheibe 5 – gleich zum eingewöhnen eine 15 cm Auflage auf ca. 15 m. Danach kamen gleich noch mehrere Scheiben von ca. 30 m bis 55 m Entfernung.

 

Extrem steile Bergaufschüsse wurden von genau solchen Bergabschüssen abgelöst.

 

(v.l.n.r. Willi Weichselberger und Heli Alteneder bei einem steilen 40 m Schuss)

 

 

Die Entfernungen waren auf Grund des extremen Geländes sehr schwer zu schätzen. Noch dazu waren manche Ziele auf dem Hang angebracht. Nicht nur für die traditionellen Schützen Rudi Wukitsevits und Fritz Stolzenberg eine wirkliche Herausforderung, auch Franz, Martin, Heli und Willi mussten einige Änderungen an den Visieren und am Gerät vornehmen.  Franz hatte diesmal seinen Jagdrecurve zu Hause gelassen und den neuen Mathews Drenalin Compound mitgenommen. Leider hatte er sein Visier nur bis 40 Meter eingeschossen und musste daher am Parcours oft an der Scheibenoberkante anhalten.

 

Auch die Temperaturen waren mittlerweile beachtlich gestiegen. An der Ostseite des Berges waren die Scheiben bzw. die Standorte der Pflöcke in der prallen Sonne. Jetzt ging es erst so richtig los. Steile Wege hinauf zu den Scheiben, Pfeile holen und dann wieder weiter zu den nächsten Scheiben. Schwitzen ohne Ende, Staub, Getränkeflaschen leer und einige Pfeile verschossen, so beendeten wir bei Scheibe 4 den Parcours für den ersten Tag.

 

Müde, aber froh den Parcours hinter uns gebracht zu haben fuhren wir zum Fita-Platz nach Zwettl zurück. Dort wurden wir natürlich sofort von Wolf und Klaus mit isotonischen Getränken aus der nahe gelegenen Brauerei erstversorgt. Der Abend verlief sehr angenehm und mit den Schützenkollegen wurden rege Gespräche geführt.

Nach dem wir in den Abendstunden unsere Unterkunft in Zwettl bezogen hatten ging’s noch in die Stadt zum Abendessen. Müde und zufrieden zogen wir uns nach der Labung in die Unterkunft zurück.

 

Am nächsten Tag um 10.00 Uhr waren wir natürlich wieder am Platz um die Geräte einzuschießen und einige kleine Änderungen vorzunehmen. Diesmal waren wir besser vorbereitet – mit richtig eingeschossenem Visier, neuen Pfeilen und  mehreren Flaschen Wasser ging es wieder auf den Parcours. Unser Trainer Willi hatte noch einige gute Tipps für uns bereit, die das Entfernungsschätzen etwas einfacher machen sollten. Diesmal waren die Verluste an Pfeilmaterial äußerst gering, da wir die Tücken des Geländes ja schon kannten.

 

(v.l.n.r. Martin Bigl und Willi Weichselberger bei Scheibe 10)

 
 

Nach ca. 4 Stunden Geh- und Schießzeit beendeten wir äußerst zufrieden den Parcours und fuhren wieder zum Trainingsplatz des BSC Zwettl zurück.

 

Nach einer kurzen Feedbackrunde beendete Willi Weichselberger das offizielle Trainingswochenende und nach der herzlichen Verabschiedung von den Gastgebern und Schützenkollegen aus Zwettl traten wir zufrieden die Heimreise an.

 

Unser Resümee – „Zwettl = Härtetest“ – wir kommen aber gerne wieder.

 

Unser besonderer Dank gilt den Schützenkollegen des BSC Zwettl, die uns freundlich aufgenommen und versorgt haben sowie ihrem Obmann Klaus ENENGL, der uns dieses Training auf dem sehr schönen und anspruchsvollen Jagd/Feld Kurs ermöglicht hat.

 

 

Franz Flescher/Renate Leimhofer/Willi Weichselberger


 

3.   Trainingslager in Bärnschlag                                                                             Bericht

 

Bogenjagdtage in Klein Kanada

 

Unser drittes Trainingslager, welches wir von 21.07.2007 bis 22.07.2007 veranstalteten, führte uns diesmal an einen ganz besonderen Ort. Nach Bärnkopf im „tiefsten“ Waldviertel. Dort soll einer der landschaftlich schönsten 3D Parcours in NÖ sein, sagte man uns. Die Erwartungen waren deshalb sehr hoch, zumal uns Egon SCHRÖCK den Parcours schon vorher detailliert geschildert hatte.

 

Alleine die Anreise war schon ein Abenteuer für sich. Rudi vertraute ganz auf sein neues Navigationssystem und war überzeugt, ohne Probleme die Örtlichkeit zu finden. Naja, soweit so gut! Gegen 07.00 Uhr früh packten wir also die Ausrüstung zusammen, beluden das Fahrzeug und machten uns auf den Weg vom Marchfeld in Richtung Waldviertel. Nach fast 2 Stunden Anfahrt, wobei uns das viel gepriesene Navigationssystem mehrmals auf diverse Forstwege umleitete, waren wir endlich in Bärnkopf angekommen. Dazwischen hatte es bereits unzählige Telefonate mit den anderen Anreisenden gegeben, die ebenfalls den richtigen Weg noch nicht gefunden hatten.

 

Nach weiteren 2 km Fahrt durch Wald und Wiesen teilten sich plötzlich die Bäume und gaben einen Anblick frei, der im Auto bei allen Insassen ein „Wau“ auslöste. Vor uns lag ein großer dunkler Teich, der rundherum von Wald und Sumpfwiesen umschlossen war. Die Sonne stand über den Bäumen und tauchte die ganze Gegend in ein atemberaubendes Licht.

 

 

(Ausblick auf den Hubertusteich)

 

Als wir ausstiegen dachten wohl alle das Gleiche - Kanada könnte wirklich nicht schöner sein, als dieses kleine Fleckchen Erde hier mitten im Waldviertel.

 

Rechts neben der Zufahrt stand ein Fahnenmast, auf dem die kanadische Flagge aufgezogen war und links davon befand sich ein kleines Blockhüttendorf mit einem kleinen Gasthaus direkt am Teich.

 

(Impressionen vom Hubertusteich)

 

Nach und nach trafen alle 22 Teilnehmer am See ein und Edi BAUER hatte sich sogar einen eigenen Pfeilsuchhund mitgenommen.

 

Nach einer kurzen Lagebesprechung und einem ausgiebigen Frühstück wurden noch die Formalitäten mit dem Unterkunftsgeber wegen der Blockhütten geklärt und die Zimmerbesatzungen unter Bedachtnahme auf die moralischen und ethnischen Grundsätze zusammengestellt.

 

 

(Blockhüttenromantik am Hubertusteich – unser Nachtlager)

Nachdem noch mit den Parcoursbetreibern Erni und Peter EIGNER einige Details geklärt waren ging es endlich ab auf den Parcours.  Die Bogenjagd in Klein Kanada war eröffnet. Erni hatte mir noch vorher erzählt, dass einige neue 3D Tiere aufgestellt wurden und dass uns spezielle Schüsse erwarten.

 

Wie vereinbart trafen wir uns auf dem nahe gelegenen Einschussplatz um die Standortbestimmung durchzuführen. Andrea und Willi nahmen sich gleich um die Neuanfänger an und erklärten ihnen die Grundlagen des Bogenschießens.

Unsere erfahrenen Schützen waren nach dem Einschießen natürlich nicht mehr zu halten und starteten gleich auf den Parcours.

Willi und Andrea führten mit der Anfängergruppe eine Trainingseinheit durch und gingen etwas später weg.

 

 (Edi Bauer und Gattin, Rene Berends – Trainingsschüsse unter den kritischen Blicken des Trainers Willi Weichselberger)

 

Der Parcours selbst bestand aus 30 3D Tieren, führte links von den Blockhütten, rund um den Hubertusteich, über die Anhöhe bis zum oberen Badeteich und wieder bergab zu den Blockhütten.

Die ersten, zu bejagenden Kunststofftiere waren äußerst trickreich gestellt und es erforderte einige Anstrengungen unseren Schützen, die Pfeile richtig zu platzieren.

 

 

(Na, die beiden Pfeile waren super – Gratulation Herr Karl)

 

 

(Papa und Sohn SYSEL auf dem Hochstand)                  (Edi Bauer beim Schuss auf den Hirsch)

 

Es folgten Schüsse aus einer Gebüschgruppe mit kleinem Schussfenster auf eine überdimensionale Cobra, wobei hier einige Schützen Mühe hatten ihre verschossenen Pfeile wieder zu finden - so ist das halt beim Bogenschießen.

 

Der Parcours hatte aber noch wesentlich mehr zu bieten. Ein Abschusspflock befand sich auf einem Floß im Wasser, auf das man nur über ein schmales Brett gelangen konnte. Dem nicht genug - das Floß wackelte bei jeder Bewegung und machte es den Schützen nicht gerade leicht, das Ziel zu treffen.

 

 

 

(Norbert Hofbauer und Michaela Chrastecky auf dem Floß)

 

Ein herrlicher Einfall den die Parcoursbauer Erni und Peter hier hatten. Danach ging es wieder in den Wald zurück, wo mehrere kapitale Keiler und Hirsche aus Kunststoff auf uns warteten. Selektive Schüsse wechselten einander ab und dazwischen ein neuerliches "High Light". Im angrenzenden Sumpfgebiet erwartete uns ein überdimensionaler Frosch, welcher halb im Wasser saß und dadurch nur ein kleines Ziel bot.

 

 

(Scheibe 14 – der verzauberte Frosch)

 

Der Frosch musste auch noch von einem wackeligen Podest beschossen werden, aber wir meisterten natürlich alle das Problem und zogen zufrieden zu den nächsten Scheiben weiter.

 

 (Rudi Wukitsevits beim Krötentümpel)

 

Hin und wieder hörte man einige unschöne Worte aus dem Wald klingen, welchen immer ein „Krachen“ voran ging. Hmhm, da hat wohl jemand einen Pfeil nicht ins Ziel gebracht – war wohl ein Stein im Weg oder so??

 

Irrtum - endlich gab es wieder einen Robin Hood-Schuss zu bewundern! Edi BAUER ist immer für Überraschungen gut. In Schlagl/Raach, beim ersten Trainingslager spaltete er noch große Bäume, aber hier am Bärnkopf bewies er absolute Schützenklasse und spaltete den Pfeil seines Schützenkollegen Norbert HOFBAUER. Die Tipps von Trainer Willi beginnen wohl zu wirken!

 

 

 

(Edi Bauer und sein schöner Robin Hood Schuss)

 

Ab Scheibe 17 war der Durst so groß, dass sich unsere Gruppe entschloss, eine Pause beim Badeteich, welcher ca 200 m oberhalb des Parcours war, zu machen.

 

Als wir aus dem Wald kamen mussten wir die Liegewiese queren um zur Kantine zu gelangen. Die Badegäste bekamen teilweise große Augen und blickten uns etwas ungläubig an, als wir mit unserem kompletten Equipment  bestückt quer über die Liegewiese in Richtung Kantine gingen. Die Lage beruhigte sich jedoch zusehends, da hinter uns noch 2 weitere Gruppen von Bogenschützen zwischen den Badegästen in Richtung Kantine gingen. Zum Schluss würdigten uns die Badegäste keines Blickes mehr.

 

 

(Die Rast am Badeteich v.l.n.r. Edi Bauer,                     (Sonja Hermann und Michaela Chrastecky – die restlichen  Rene Berends, Gerhard Vodera)                                      Teilnehmer wollten nicht erkannt werden)

 

 

Nach einer guten Stunde verabschiedeten wir uns vom Badesee und stiegen wieder bei Scheibe 18 in den Parcours ein. Hier hatten sich Erni und Peter was ganz besonderes einfallen lassen. Ein wunderschöner Schuss - steil bergab auf ca 50 Meter stand ein lebensgroßer Elch.

 

 

(Sonja Hermann beim 50 Meter Schuss auf den Elch)

 

Hier trennte sich die Spreu vom Weizen unter unseren Schützen. Speziell unsere Damen hatten Probleme, mit ihren leichten Bögen auf die Distanz die Pfeile ins Ziel zu bringen. Rund um den Elch war auch noch viel Strauchwerk und Unterholz, welches die Pfeile verschluckte und die Suche sehr mühsam machte. Trotz allem konnten fast alle Schützen ihre Pfeile bergen.

 

Pfeilsuche im Unterholz

Die nächsten Targets waren recht einfach zu beschießen. Man hatte wirklich Zeit, die wunderschöne Landschaft und das tolle Wetter zu genießen.

 

Als nächste Überraschung erwartete uns ein Schuss von einer wackeligen Hängebrücke auf einen ca. 25 m entfernten Wolf.

 

(Station Hängebrücke – Willi Weichselberger und Franz Flescher beim Abschuss)

 

Mittlerweile waren wir bereits 4 Stunden auf dem Parcours unterwegs und es machte sich schon die Müdigkeit bei einigen unserer Schützen bemerkbar. Speziell Fritz, der  im afrikanischen Flachland aufgewachsen und beheimatet ist,  keuchte schon ganz schön bei den diversen Anstiegen. Und auch Edi’s  Pfeilsuchhund sah man schon die Müdigkeit an.

 

(Fritz Stolzenberg beim Konzentrieren vor dem Schuss)

 

Als letztes Ziel hatten wir auf ca 15 Meter einen größeren Fisch im Wasser zu beschießen. Souverän meisterten alle diese letzte Aufgabe und setzten ihre Pfeile ins Blatt.

 

Glücklich und zufrieden trafen alle nach viereinhalb Stunden bei den Blockhütten ein.

Jetzt war Labung angesagt und der Wirt hatte bereits isotonische Getränke aus der nahen Brauerei für uns bereitgestellt.

 

Auf der Terrasse mit Blick auf den Teich genossen wir den herrlichen Sonnen-untergang und fühlten uns wie in den unendlichen Weiten von Kanada.

 

Inzwischen war auch Martin BIGL eingetroffen, der am Nachmittag ein Turnier in Schlagl/Raach mitgemacht und dort den tollen vierten Platz erreicht hatte. Wozu wir ihm an dieser Stelle herzlich gratulieren wollen! Er wollte dieses Training aber nicht versäumen und ist extra noch nach Bärnkopf gekommen.

 

Als besonderes Schmankerl hatte der Wirt für uns fangfrische gebratene Forellen vorbereitet, die uns ausgezeichnet mundeten. Den Abend verbrachten wir mit hochgeistigen Gesprächen über verschossene Pfeile, diverse Fehlschüsse und Analysen. Nach und nach aber stellte sich die Bettflucht ein und die Gesprächsrunde löste sich gegen Mitternacht langsam auf.

 

Der nächste Morgen brachte ziemliche Abkühlung da es in der Nacht geregnet hatte.

Nach dem Frühstück verabschiedeten sich Gerhard, Sonja, Susi und Rene. Die vier traten die Heimreise an.

 

Das Wetter besserte sich leider nicht viel und auch kalter Wind stellte sich ein. Trotz dieser widrigen Wetterverhältnisse gingen die verbliebenen Teilnehmer nochmals auf den Parcours. Unsere Gruppe brach nach Scheibe 13 aber ab und trat ebenfalls die Heimreise an, da es wieder zu regnen begonnen hatte. Die zweite Gruppe kämpfte sich weiter tapfer durch den gesamten Parcours und schloss diesen auch erfolgreich ab.

(v.l.n.r. Willi Weichselberger, Andrea Weichselberger, Martin Bigl und Fritz Stolzenberg)

 

Nach einem guten Essen und der Abschlussbesprechung verließen auch die letzten unserer tapferen Schützen dieses idyllische Fleckchen Erde.

 

Unserer Meinung nach ist der Parcours landschaftlich wirklich einer der schönsten 3D Kurse in Niederösterreich und jederzeit eine Reise Wert. Die Parcoursbetreiber, Erni und Peter EIGNER haben sich wirklich bemüht, einen selektiven und reizvollen Kurs aufzustellen und das ist ihnen in jedem Fall gelungen.  

 

 

 
 

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Trainingstag "Hohe Wand"                                                                 Bericht

 

 

Wegen der Urlaubszeit hatten wir uns entschlossen, im August nur ein eintägiges Training zu veranstalten. Unsere Ortswahl viel diesmal auf den 3D-Parcour im Erholungsgebiet „Hohe Wand“, wo uns traumhaft schönes Wetter und 28 3D-Tiere erwarteten.

 

Nach einer beeindruckenden Anfahrt – so manchem Beifahrer soll etwas mulmig geworden sein – trafen sich die 18 Teilnehmer im Alpengasthof Postl. Nach einer kleinen Stärkung machte sich die erste Gruppe auch schon auf den Weg ins Gelände.

 

Für den Rest ging es vorher noch auf die nahe gelegene Kuhweide, wo zwei 3D Tiere aufgestellt waren.

Während sich die erfahreneren Schützen mit ein paar Pfeilen einschossen, versuchten sich einige Neuzugänge unter der Anleitung von Trainer Willi WEICHSELBERGER und seiner Gattin Andrea erfolgreich an den ersten Zielen.

 

Nach kurzer Zeit machte sich dann die nächste Gruppe auf den Weg und unser Trainer Willi folgte kurz darauf mit seinen Schützen.

 

Trotz der - für so manchen Flachland-Indianer beängstigend steilen Anfahrt - war der Parcour auf dem Plateau der Hohen Wand auch für diejenigen, die nicht mit einer Bergsteigerkondition ausgestattet sind, leicht zu schaffen. Die An- und Abstiege von Tier zu Tier waren auf dem trockenen Waldboden leicht zu schaffen und der Ausblick auf das umliegende Land entschädigte für jede Anstrengung.

Renate Leimhofer beim Schuss auf den liegenden Hirsch

Der Parcours überraschte uns mit so manchem, raffiniert aufgestelltem, größerem und kleinerem Getier – vor allem die Bergauf- und Bergabschüsse wurden von einigen Schützen falsch berechnet und so blieb uns auch die manchmal mühsame Pfeilsuche im Unterholz nicht erspart.

 

Einer braucht nicht zu suchen – Gratulation Kollege SCHRÖCK

 

Auch an diesem Tag gelangen unseren Schützen wieder einige Kunstschüsse! So wurde ein Hirsch von Franz FLESCHER mit einem Schuss „entweiht“

und von Michaela CHRASTECKY wieder Kleinholz gespalten.

 

 

 

 

Zum Ende des Parcours wartete noch ein „Treestand" auf uns, von dem man auf einen, in einem kleinen Tümpel stehenden Frosch schießen musste. Dieser stellte sich, trotz geringer Entfernung, als schwieriger Schuss heraus und so mancher Pfeil verschwand für immer in den ewigen Jagdgründen. 

 

Schwierige Schüsse vom Treestand - Rudolf WUKITSEVITS und Helmut HALVAX

 

Zum Abschluss trafen sich alle wieder im Alpengasthof Postl. Nachdem sich alle gestärkt hatten, wurden von Franz FLESCHER an die anwesenden Schützen, die von unserem Mitglied und Gönner Rudi WUKITSEVITS gespendeten T-Shirts mit dem neuem Logo des Referates Bogensport übergeben.

Übergabe der Vereinskleidung durch den Referatsleiter an die anwesenden Schützen

 

Trotz einiger Pfeilverluste war auch dieser Trainingstag wieder ein gelungener. Vor allem für unsere Neuzugänge und Jungschützen, denen es sehr viel Spaß gemacht hat.

 

Unser spezieller Dank gilt Rudolf WUKITSEVITS, Inhaber der Fa. HIRSCHNER für die großzügige Spende der Vereinskleidung.

 

Renate Leimhofer, Franz Flescher, Willi Weichselberger

 

1.   Pfeilbauseminar  Schlag/Raach                                                Bericht

 

Am 10.10.2007 veranstalteten wir auf Grund mehrfacher Anfragen unserer Mitglieder ein traditionelles Pfeilbauseminar in Schlagl/Raach im Bogensporthotel der Familie TRÖGER/WESTERMAYER unter der Leitung von Willi WEICHSELBERGER und Franz FLESCHER.

An dem Seminar nahmen insgesamt 8 interessierte Schützen teil.

Behandelt wurden die Themen Pfeilmaterial und Befiederung sowie technische Belange des Pfeiltunings bis zum Bau eines fertigen Pfeiles.

Am Vormittag wurden die theoretischen Grundlagen über Ballistik und Flugverhalten vorgetragen. Im Anschluss daran konnten die Teilnehmer ihr Pfeilmaterial auf die Bögen abstimmen und auch testen. Weiters wurden auch Bögen verschiedenster Art vorgestellt und auf die Schwierigkeiten des Tunens von Pfeil und Bogenmaterial hingewiesen.

 

Kollege Schröck und sein technisches Equipment vor dem Bogentest

 

Willi WEICHSELBERGER erläuterte an Hand der Pfeilcodetabellen die verschiedenen Möglichkeiten zum Tunen und Bestimmen des richtigen Materials. So mancher Seminarteilnehmer staunte, als Willi bei der Erklärung der Spinwerte in die Tiefe der Materie eindrang und mit komplizierten Berechnungen aufwartete.

Ist wohl doch nicht so einfach, wie man es sich vorstellt, dachte sich so mancher. Ungläubiges Staunen und rauchende Köpfe waren das Ergebnis.

 

Die Köpfe der Teilnehmer  rauchen noch immer – Labung ist angesagt

 

Nach diesem anstrengenden Teil des Seminars verwöhnte Jenny TRÖGER  die Seminarteilnehmer mit einem ausgezeichneten Mittagessen aus der Hotelküche. Wie gewohnt, gab es  Wildspezialitäten aus den heimischen Wäldern um Schlagl.

 

Der Nachmittag wurde mit Pfeiltest und Geschwindigkeitsmessungen begonnen und endete dann auf dem Jagdparcours. Natürlich musste noch eine Jagdrunde geschossen werden.

Müde und hungrig kehrten wir in den Abendstunden wieder zum Hotel zurück. Anschließend bekam jeder Teilnehmer am Seminar vom Referatsleiter eine Urkunde.

 

Der Abend wurde mit hochgeistigen Gesprächen über das Bogenschiessen verbracht.

 

Am nächsten Morgen ging es aber dann richtig zur Sache. Willi wollte uns richtig testen und gab die Order aus, eine Trainingsrunde unter Wettkampfbedingungen zu schießen.

 

 

 

Schnell noch Einschiessen und dann geht’s los

 

Einige Nachzügler waren auch eingetroffen und somit waren 18 Schützen am Start. Die Teams wurden eingeteilt und die Schreiber nominiert. Diesmal starteten alle mit einem leichten Erfolgsdruck im Nacken. Wurden ja erstmals die Scores mitgeschrieben und am Ende auch ausgewertet.

Geschossen wurde diesmal eine Hunterrunde, dh. 1 Pfeil pro Target.

Gruppe 1, 2 und 3 waren schon am Parcours unterwegs. Willi und Andrea nahmen sich wieder unserer Neulinge und Anfänger an und gingen als 4. Gruppe etwas später weg.

Leopold TRÖGER hatte den Parcours wieder umgebaut und die Ziele sehr jagdlich gestellt. Von den Teilnehmern wurde sehr viel abverlangt, jedoch waren alle mit Eifer dabei. Auch die Treffer konnten sich durchwegs sehen lassen.

 

 

Als Referatsleiter freut man sich natürlich, wenn das Training erfolg zeigt und die Trefferergebnisse durchwegs steigen.

 

Gebrüder SCHRÖCK beim Familienduell

 

Obwohl es eigentlich nur eine normale Trainingsrunde war, fühlte so mancher Schütze den Erfolgsdruck, wenn sein Teamkollege statt einer 8 eine 10 auf dem Scorezettel zu verbuchen hatte. Aber genau das wollte Willi ja damit erreichen – Wettkampfatmosphäre schaffen.

 

Auch Martin Fischer konnte seine Ergebnisse deutlich verbessern.

Ob das wohl an seinem Rückengepäck lag??