| 1. Trainingslager in Schlagl/Raach Bericht |
Von 30.03.2007 bis 31.03.2007 fand unser erstes gemeinsames
Bogensporttrainingslager statt. Unserer Einladung waren 17 Schützen und
Schützinnen des PSVNÖ und 3 Bogensportler des EKO Cobra gefolgt.
Als wir gegen 09:00 Uhr beim Bogensporthotel WESTERMAYER eintrafen, waren wir ziemlich überrascht, da noch einige Schneefelder sichtbar waren. Die Temperatur schwankte so um die 10 Grad plus und leichte Bewölkung verdeckte die Frühlingssonne. Also eine gute Ausgangsposition für unser Vorhaben.
Nach dem Frühstück erfolgte für die Neueinsteiger die Geräteausgabe. Der Besitzer des Sporthotels, Leopold TRÖGER hatte bereits Leihbögen und Material bereitgelegt. Die Aufteilung der Gruppen ergab sich zwangsweise nach den Bogenklassen. Die traditionellen Schützen mit ihren Langbögen, Jagdrecurves und Primitivbögen haben ja nicht unbedingt viel einzustellen und waren natürlich zuerst am Einschießplatz.

(Eduard Bauer, Gerhard Bauer, Fritz Stolzenberg und Franz Flescher
beim
Einschießen v.l.n.r.)
Bei unseren Compoundschützen war da schon wesentlich mehr einzustellen und herumzuschrauben. Unser Trainer Willi hatte sich sofort um die Technik angenommen und war gleich mit dem Werkzeugkasten zur Stelle.
(Trainer Willi Weichselberger mit den Schützen Heli Alteneder,
Rudi Wukitsevits, Martin Bigl und Martin Fischer beim Compoundtuning)
Nach dem Einschießen und Grundlagentraining waren die Teilnehmer einfach nicht mehr zu halten. Alle wollten endlich auf den Parcours, die Jagdatmosphäre genießen. Leopold hatte den Parcours sehr jagdlich ausgerichtet und es standen uns insgesamt 30 3D-Tiere aus Kunststoff zur Verfügung. Wunderschöne bergauf und bergab Schüsse waren garantiert. Vor jeder Position stand ein Abschusspflock, der vom Schützen beim Schuss mit einem Körperteil berührt werden muss. Die Tiere waren natürlich so platziert, dass Bäume und Sträucher teilweise das Ziel verdeckten.
Daraus ergaben sich natürlich die abenteuerlichsten Verrenkungen, die man sich nur vorstellen konnte. Vom Spagat bis zur Halbgrätsche war alles dabei.

(Renate Leimhofer, Sonja Hermann und Franz Flescher bei Scheibe 1) (Rudi Wukitsevits beim Schuss auf den Keiler - Scheibe 21)
Die ersten Pfeile flogen in den Wald und die Geräusche waren äußerst beunruhigend. Nicht oft war das gewohnte "Tock" zu hören, sondern oftmals "Krach" was einige Schützen mit verzerrtem Gesicht zur Kenntnis nehmen mussten. Auch Bäume wurden dadurch in Mitleidenschaft gezogen!

(Edi
Bauer beim Bergen seines verschossenen Pfeils)
(Pfeilsuche bei Scheibe 19)
Interessanter Weise steigerten sich die Teilnehmer von Position zu Position und es ging immer besser. Die Trefferlage verbesserte sich zusehends, was der Geldbörse der Schützen auch sichtlich gut getan hat. So mancher Teilnehmer hatte anfangs die Sorge, nach den ersten Tierfiguren Pfeile nachkaufen zu müssen. Das hat sich Gott sei Dank nicht bewahrheitet.
Die Geh bzw. Schießzeit für den gesamten Parcours betrug ca. 4 bis 5 Stunden. Die meiste Zeit verging mit der Suche nach verschossenen Pfeilen. Aber auch Pause muss sein. Leopold hatte für uns extra die kleine Almhütte mit Getränken aufgefüllt, damit wir uns stärken konnten.
(gemütliche Rast auf
der Almhütte)
Gegen 17.00 Uhr sind wir müde und abgekämpft wieder im Bogensporthotel Westermayer angekommen.
Nach einem ausgiebigen Abendessen fand noch eine Nachbesprechung und eine Analyse der Trainingsergebnisse statt. Auch zwei Bogenbauer, Horst KOGLBAUER und Franz BERGER besuchten uns und stellten ihre neuen Langbögen vor. Leopold hatte uns auch einige Videofilme über Pfeil und Bogentuning überlassen. Nach den Filmen ging es ab ins Bett.
Am nächsten Morgen beim Frühstück waren schon einige Schützen zu hören, die über Muskelkater klagten, aber trotz allem war die Stimmung schon super.
Der zweite Tag begann mit Sonnenschein. Nach dem Einschießen und kleinen Fehlerkorrekturen ging es gleich wieder auf den Parcours.
Die
Trefferergebnisse konnten sich sehen lassen. Viele Schützen haben von den Tipps
und Tricks unseres Trainers Willi WEICHSELBERGER profitiert und konnten sich
erheblich gegenüber dem Vortag steigern. Gerhard durfte einen neuen
Langbogen-Prototypen ausprobieren, der ihm von Horst und Franz überlassen wurde.

(Gerhard
Vodera mit dem Testbogen)
(Eko - Compoundgruppe und Gerhard Kainzbauer bei Scheibe 14)
Der Parcours wurde diesmal unter 4 Stunden bewältigt, da weit weniger Zeit für die Suche der verschossenen Pfeile aufgewendet werden musste.
Etwas müde, aber sehr zufrieden trafen wir dann wieder in der Gaststube ein. Nach einem guten Essen verabschiedeten wir uns und traten wieder die Heimreise an.
Alles in Allem war es eine gelungene Veranstaltung. Danke auch an die Familie TRÖGER/WESTERMAYER, die uns mit Leihgeräten, Filmen und ausgezeichneter Verpflegung unterstützt hat.
| 1. Pfeilbauseminar Schlag/Raach Bericht |
Am 10.10.2007 veranstalteten wir auf Grund mehrfacher Anfragen unserer Mitglieder ein traditionelles Pfeilbauseminar in Schlagl/Raach im Bogensporthotel der Familie TRÖGER/WESTERMAYER unter der Leitung von Willi WEICHSELBERGER und Franz FLESCHER.
An dem Seminar nahmen insgesamt 8 interessierte Schützen teil.
Behandelt wurden die Themen Pfeilmaterial und Befiederung sowie technische Belange des Pfeiltunings bis zum Bau eines fertigen Pfeiles.
Am Vormittag wurden die theoretischen Grundlagen über Ballistik und Flugverhalten vorgetragen. Im Anschluss daran konnten die Teilnehmer ihr Pfeilmaterial auf die Bögen abstimmen und auch testen. Weiters wurden auch Bögen verschiedenster Art vorgestellt und auf die Schwierigkeiten des Tunens von Pfeil und Bogenmaterial hingewiesen.

Kollege Schröck und sein technisches Equipment vor dem Bogentest
Willi WEICHSELBERGER erläuterte an Hand der Pfeilcodetabellen die verschiedenen Möglichkeiten zum Tunen und Bestimmen des richtigen Materials. So mancher Seminarteilnehmer staunte, als Willi bei der Erklärung der Spinwerte in die Tiefe der Materie eindrang und mit komplizierten Berechnungen aufwartete.
Ist wohl doch nicht so einfach, wie man es sich vorstellt, dachte sich so mancher. Ungläubiges Staunen und rauchende Köpfe waren das Ergebnis.

Die Köpfe der Teilnehmer rauchen noch immer – Labung ist angesagt
Nach diesem anstrengenden Teil des Seminars verwöhnte Jenny TRÖGER die Seminarteilnehmer mit einem ausgezeichneten Mittagessen aus der Hotelküche. Wie gewohnt, gab es Wildspezialitäten aus den heimischen Wäldern um Schlagl.
Der Nachmittag wurde mit Pfeiltest und Geschwindigkeitsmessungen begonnen und endete dann auf dem Jagdparcours. Natürlich musste noch eine Jagdrunde geschossen werden.
Müde und hungrig kehrten wir in den Abendstunden wieder zum Hotel zurück. Anschließend bekam jeder Teilnehmer am Seminar vom Referatsleiter eine Urkunde.
Der Abend wurde mit hochgeistigen Gesprächen über das Bogenschiessen verbracht.
Am nächsten Morgen ging es aber dann richtig zur Sache. Willi wollte uns richtig testen und gab die Order aus, eine Trainingsrunde unter Wettkampfbedingungen zu schießen.

Schnell noch Einschiessen und dann geht’s los
Einige Nachzügler waren auch eingetroffen und somit waren 18 Schützen am Start. Die Teams wurden eingeteilt und die Schreiber nominiert. Diesmal starteten alle mit einem leichten Erfolgsdruck im Nacken. Wurden ja erstmals die Scores mitgeschrieben und am Ende auch ausgewertet.
Geschossen wurde diesmal eine Hunterrunde, dh. 1 Pfeil pro Target.
Gruppe 1, 2 und 3 waren schon am Parcours unterwegs. Willi und Andrea nahmen sich wieder unserer Neulinge und Anfänger an und gingen als 4. Gruppe etwas später weg.
Leopold TRÖGER hatte den Parcours wieder umgebaut und die Ziele sehr jagdlich gestellt. Von den Teilnehmern wurde sehr viel abverlangt, jedoch waren alle mit Eifer dabei. Auch die Treffer konnten sich durchwegs sehen lassen.

Als Referatsleiter freut man sich natürlich, wenn das Training erfolg zeigt und die Trefferergebnisse durchwegs steigen.

Gebrüder SCHRÖCK beim Familienduell
Obwohl es eigentlich nur eine normale Trainingsrunde war, fühlte so mancher Schütze den Erfolgsdruck, wenn sein Teamkollege statt einer 8 eine 10 auf dem Scorezettel zu verbuchen hatte. Aber genau das wollte Willi ja damit erreichen – Wettkampfatmosphäre schaffen.
Auch Martin Fischer konnte seine Ergebnisse deutlich verbessern.
Ob das wohl an seinem Rückengepäck lag??

Martin Fischer und Töchterchen – naja rechtzeitig muss man mit dem Sport beginnen.
Der Parcours wurde von den Schützen diesmal in knapp 3 Stunden bewältigt.
An Hand der Scorezettel konnte man feststellen, dass alle Schützen durchwegs eine Steigerung der Trefferergebnisse verbuchen konnten.
Das Training unter Wettkampfbedingungen war für viele Schützen eine neue Erfahrung und wurde durchwegs positiv aufgenommen.
Nach kurzer Besprechung der Ergebnisse beendete Willi das offizielle Training und die Teilnehmer fuhren um eine Erfahrung reicher nach Hause.
| Clubturniert und Weihnachtsfeier Bericht |
Am 24.11.2007 fand unser erstes Clubturnier in Schlag/Raach statt. Wir hatten wegen des Termins schon Bedenken, da es am Vortag schon sehr kalt und regnerisch war, doch der Wettergott meinte es gut mit uns. Um 10:00 Uhr trafen 22 Schützinnen und Schützen des LPSV in Schlagl/Raach, beim Bogensporthotel Westermayer ein um sich im Wettkampf zu messen. Darunter auch drei Bogenschützen des EKO Cobra Wr.Neustadt. Auch Freunde und Angehörige der Schützen waren diesmal mitgekommen um ihren Schützen mit psychologischer Hilfe beizustehen und außer Konkurrenz am Turnier teilzunehmen.
Willi WEICHSELBERGER und Franz FLESCHER begrüßten die angereisten Teilnehmer und gaben die Wettkampfordnung und den Ablauf bekannt. Nach dem sich die Teilnehmer auf dem Einschussplatz aufgewärmt hatten wurden die Gruppen eingeteilt.

Die traditionelle Gruppe der Langbogen und Jagrecurveschützen beim Aufwärmen
Einer unserer Schützen, Rudi WUKITSEVITS wollte noch einen letzten Probeschuss machen, wobei plötzlich der Wurfarm beim neuen PSE Compound abbrach und er deshalb mit einem Leihbogen starten musste.
Nichts desto trotz ging es dann endlich los.
Leopold TRÖGER hatte den Jagdkurs für uns nochmals umgestellt, wodurch für alle Schützen die gleichen Bedingungen vorlagen, da ja keiner den neuen Kurs kannte.

Die EKO Cobra Gruppe beim Scoren der Treffer
Die Parcoursbauer haben sich wieder selbst übertroffen. Schöne und abwechslungsreiche Schüsse wurden den Teilnehmern geboten.

(Egon SCHRÖCK bei einem besonders schwierigen Schuss) (Heli ALTENEDER beim 40 m Schuss auf den Bären)
Der Parcours wurde auch so angelegt, dass die kleine Almhütte zweimal passiert werden musste. Um den Teilnehmern die Kälte etwas erträglicher zu machen, wurde bei der Hütte heißer Tee und Glühwein gereicht. Dies hatte Leo TRÖGER für uns bereits organisiert und die Teilnehmer konnten sich dort stärken und eine Pause einlegen. An dieser Stelle nochmals Danke an die Referatsleitung, die uns den Tee und Glühwein spendierte.

(Die Rast bei der kleinen Almhütte – Punsch und Glühwein mundeten den Schützen)
Nach der Stärkung wurden auch die Ergebnisse deutlich besser. An was das wohl liegen mag, wir konnten es nicht klären!
Der zweite Teil des Parcours wurde zügig bewältigt und gegen 16:00 Uhr trafen die Schützen samt Begleitung beim Basislager ein.
Nach Abgabe der Scorezettel wollte so mancher Schütze sein Gerät schon wieder verstauen. Sie hatten jedoch nicht mit uns gerechnet.
Andrea und Willi WEICHSELBERGER hatten für die Teilnehmer noch eine besondere Überraschung bereit.
Ein Krampussackerlschießen war nun angesagt. Auf dem Einschussplatz wurden eine große Anzahl von Luftballons montiert.

(verdammt – die Dinger sind ja sehr weit weg – ob es wohl mit einem Kniefall leichter geht?)
Aufgabe war, einen Luftballon zu treffen, wobei die Entfernung auch für geübte Schützen nicht einfach zu bewältigen war.
Wenn der Ballon getroffen wurde erhielt der Schütze ein Krampussackerl, gefüllt mit Leckerein und Obst.
Auch unsere jüngsten Teilnehmer waren mit Feuereifer bei der Sache.
Die Sackerl wurden von Andrea und Willi WEICHSELBERGER gespendet wofür sich die Referatsleitung bei den Beiden recht herzlich bedanken möchte!
Im Anschluss an das Krampusschießen fand die Siegerehrung vom 1 Clubturnier statt.
Es traten insgesamt 17 Schützen in 3 verschiedenen Bogenklassen an und erzielten nachfolgende Platzierungen.
Jagdrecurve:
Allgemeine Klasse – Herren
|
1 |
JEITLER Jürgen |
440 |
|
2 |
SYSEL Karl |
392 |
|
3 |
BAUER Franz |
210 |
Schüler II– männlich
|
1 |
FISCHER Paul |
232 |
Langbogen:
Allgemeine Klasse - Herren
|
1 |
SCHRÖCK Egon |
386 |
|
2 |
SPULAK Bernhard |
382 |
|
3 |
SCHRÖCK Martin |
366 |
|
4 |
HOFBAUER Norbert |
294 |
Allgemeine Klasse – Damen
|
1 |
LEIMHOFER Renate |
342 |
|
2 |
CHRASTECKY Michaela |
208 |
Compound Hunter
Allgemeine Klasse - Herren
|
1 |
BIGL Martin |
500 |
|
2 |
WEICHSELBRGER Willi |
488 |
|
3 |
ALENEDER Helmut |
480 |
|
4 |
FLESCHER Franz |
452 |
|
5 |
FISCHER Martin |
416 |
|
6 |
WUKITSEVITS Rudolf |
356 |
Allgemeine Klasse – Damen
|
1 |
WEICHSELBERGER Andrea |
464 |
Die Siegerehrung wurde von Franz FLESCHER im Beisein von Renate LEIMHOFER und Willi WEICHSELBERGER durchgeführt.
Alle Teilnehmer erhielten vom Referatsleiter eine Teilnahmeurkunde.

Im Anschluss an die Siegerehrung fand auch eine kleine Weihnachtsfeier im Saal des Bogensporthotels WESTERMAYER statt. Jenny, die Chefin des Hauses hatte den Raum und die Tische festlicht dekoriert und eigens für uns Bogenschützen ein Weihnachtsmenü zusammengestellt.
Es gab wieder viele Wildspezialitäten aus den Wäldern um Schlagl/Raach.

Im Zuge der Weihnachtsfeier bedankte sich der Referatsleiter bei den anwesenden Schützen, Funktionären, Sponsoren und deren Familienmitglieder für die geleistete Vereinsarbeit im vergangenen Jahr.
Alle Teilnehmer erhielten von der Referatsleitung ein kleine Weihnachts-aufmerksamkeit in Form einer DVD mit den kompletten Berichten und Fotos von den Trainingstagen und Seminaren des Jahres 2007.
Ausgezeichnet wurden Andrea und Willi WEICHSELBERGER, Renate LEIMHOFER, Rudolf WUKITSEVITS und die Familie TRÖGER/WESTERMAYER für besondere Verdienste um das Referat Bogensport im Jahr 2007.